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Chonufinger EVP Brief Nr. 36 Nov. 08
Da cha me nüt mache, ….
Liebe Leserinnen, liebe Leser
Seit Wochen werden die Medien von einem Thema beherrscht – die
weltweite Finanzkrise. Da werden Zahlen von Verlusten und Hilfspaketen
in Grössenordnungen genannt, die ich mir kaum vorstellen
kann. Wie die Folgen aus dieser Finanzkrise für uns Menschen sein
werden ist noch kaum absehbar.
An meinem Arbeitsplatz, der Christlichen Ostmission, erhalten wir fast
täglich Hilferufe von Menschen in Not und Bedrängnis. Viele wissen
nicht, woher sie für die nächsten Tage und Wochen Nahrung erhalten.
Anderen wird im Ausland eine „gute Stelle“ angeboten. Einmal im
Ausland werden sie zur Prostitution gezwungen.
Ist es nicht nahe liegend, zu resignieren? - „Da cha me nüt mache!“
Ich bin dankbar, dass es auch andere Perspektiven gib. Im Moment
sind wir mitten in der „Weihnachtspäckli Aktion“. Letztes Jahr durften
über 90'000 Menschen, viele davon zum ersten Mal, ein Päckli in
Empfang nehmen. 90'000 mal wurde einem Menschen mit diesem
Geschenk der trübe Alltag für eine gewisse Zeit in Freude verwandelt.
Die Berichte mit Bildern der Verteilung sind eine grosse Ermutigung.
Die grösste Perspektive gibt uns jedoch unser Herr im Himmel. In der
bevorstehenden Weihnachtszeit werden wir daran erinnert, dass er
seinen Sohn in diese Welt sandte. Jesus wurde nicht geboren, damit
er als Weltherrscher auftrete. Jesus kam in diese Welt um dem
einzelnen Menschen zu dienen und einen neuen Lebensinhalt zu
geben.
Die Botschaft von Jesus macht uns Mut, nicht zu resignieren. Wir
wollen in unserm persönlichen Umfeld, sei es in der Politik, am
Arbeitsplatz, im Bekanntenkreis, …. „dran bleiben“ und Diener Jesu
sein.
Frohe Festtage wünscht Ihnen Walter von Aesch
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Demokratie leben
In der Schweiz haben wir eine Demokratie, um die uns viele Volker
beneiden. Wissen wir um den Wert, den wir mit ihr haben? Zur
Demokratie lese ich im Lexikon folgendes: „ Sie ist eine politische
Ordnung, die von unten nach oben hin aufgebaut, auf allen Stufen
(Gemeinde, Kanton, Staat) durch das Volk selbst in Funktion
gesetzt wird. Dies geschieht unmittelbar durch Volksversammlungen,
Volksabstimmungen, oder mittelbar durch gewahlte, im
Auftrag des Volkes handelnde, ihm zur Rechenschaft verpflichtete
Organe.
Alle Staatsgewalt geht vom Volk aus!“
Ich hore immer wieder die Bemerkung: „Ich gehe nicht abstimmen
oder wahlen. Die da oben machen ja sowieso was sie wollen.“ Falls
das stimmt, dass die machen, was sie wollen, so machen sie aber
ganz sicher nicht das, was sie sollen. Und dafur ist schlussendlich
jeder von uns mitverantwortlich, denn das Sagen hat das Volk,
wenn es wahlt oder abstimmt oder beschliesst. Nehmen wir aber
unsere Pflicht ( besser gesagt unser Recht) nicht wahr, so sind wir
selber Schuld, wenn man uns an der Nase herumfuhrt.
Gegenwartig lebt meine Tochter in Sudamerika. In Diskussionen
mit Einheimischen verschiedener Lander wurde ihr erst so richtig
der Unterschied zwischen unserer Schweizer Demokratie und den
vielen Schein‐Demokratien bewusst. Nach aussen wird der Schein
gewahrt. Im politischen Alltag aber werden die Rechte der
Menschen beschnitten, missachtet oder mit Fussen getreten. Die
Bevolkerung hat viel unter dem diktatorischen Gehabe zu leiden.
Diese Beobachtungen wurden mir von einer Bekannten, die im
Auftrag der Berner Kirche ein halbes Jahr Sudamerika bereiste,
bestatigt. Es sei aber erstaunlich, was einzelne, motivierte und
engagierte Leute in ihrem Umfeld bewegen konnen. Wir EVP‐ler
wollen darauf achten, dass wir unsere Demokratie als ein sehr
wertvolles Gut betrachten und ausleben, damit sie nicht eines
Tages zur Schein‐Demokratie verkommt.
Vergessen Sie bitte nicht, dass die nachste Abstimmung bereits in
den nachsten Tagen stattfindet! Danke!
Horst Heinel
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Gerade im Blick auf das vorne angesprochene Abstimmungswochenende
kommt deutlich zum Ausdruck, wie schwierig es in
der Praxis sein kann, Demokratie zu leben. Uber nicht weniger als
funf Vorlagen haben wir abzustimmen. Es erfordert Zeit und
Denkarbeit, die Erlauterungen des Bundesrates, das bekannte rote
Abstimmungsbuchlein, zu verstehen.
Bei den Volksinitiativen „fur die Unverjahrbarkeit pornografischer
Straftaten an Kindern“, „ur ein flexibles AHV‐Alter“ und dem
„erbandsbeschwerderecht: Schluss mit...“ werden auch Christen,
je nach politischem Hintergrund, in der Meinungsbildung zu
unterschiedlichen Ergebnissen kommen.
Bei der Hanf‐Initiative und der Anderung des
Betaubungsmittelgesetzes geht nach meiner Wahrnehmung ein
Riss durch das christliche Lager. Nuchterne Uberlegungen, aber
auch tiefste Uberzeugungen, ja Lebens‐Haltungen spielen hier eine
wichtige Rolle und fuhren zu total auseinandergehenden
Beurteilungen. Geben wir unserer Haltung in diesen wichtigen
Fragen mit dem Stimmzettel Ausdruck und akzeptieren wir die
demokratisch gefallten Entscheide an der Urne. Hoffentlich zum
Wohl der Jugend und des ganzen Volkes.
Fritz Niederhauser
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Wir sagen euch an den lieben Advent.
Sehet, die erste Kerze brennt.
Wir sagen euch an eine heilige Zeit.
Machet dem Herrn den Weg bereit.
Freut euch, ihr Christen, freuet euch sehr.
Schon ist nahe der Herr.
Das Jahr 2008 geht dem Ende entgegen. Wir danken Ihnen für
Ihr Interesse, Ihr Mithelfen und Dabei-Sein. Und wir danken
insbesondere auch unserer Gemeinderätin Annelies Lehmann
für ihren Einsatz.
Das nächste Jahr wird geprägt sein von den
Gemeinderatswahlen im November. Seit einiger Zeit schon
laufen die Vorbereitungen dafür. Wir sind zuversichtlich an der
Arbeit und können bereits einige sehr ermutigende Zusagen für
unsere Liste verbuchen.
Gerne machen wir Sie auch bereits auf die
2009 aufmerksam. Sie findet am Donnerstag, 26. Februar
statt.
Wir freuen uns, dass Walter Donzé, unser Nationalrat,
zugesagt hat, nach dem geschäftlichen Teil zu uns zu
reden.
Hauptversammlung
Eine besinnliche, erwartungs- und hoffnungsvolle Advents- und
Weihnachtszeit wünschen Ihnen
Präsident und Vorstand der EVP Konolfingen




