Seite 1

Liebe Leserinnen und Leser,

 

Wahlen und Advent, zwei scheinbar ganz unterschiedliche Anlässe haben mehr gemeinsam als wir denken: Vorbereitungen, Unbekannte, gespanntes Warten, ängstliche Unsicherheiten.

 

Die Parteien haben Kandidatinnen und Kandidaten gesucht, Listen gestaltet, geworben und gehofft. Der langjährige Vergleich der Konolfinger Stimmanteile zeigt recht stabile Verhältnisse. Als EVP freuen wir uns über die gute Wiederwahl von Annelies Lehman.

 

Die heilige Familie hatte vor 2000 Jahren ähnliche Herausforderungen. Joseph musste mit seiner hochschwangeren Maria, für die politisch verordnete Volkszählung, eine beschwerliche Wanderung nach seinem Heimatort Bethlehem machen. Diese Reise war begleitet von Unsicherheiten, Beschwerlichkeiten und mühsamen Warten.

 

Und jetzt, Ende gut - alles gut? Nein, es geht weiter. Auf die Neugewählten warten Herausforderungen und viel Arbeit. Es wird nicht nur Applaus geben.

 

Maria und Joseph konnten sich nicht häuslich einrichten. Weil ihr Kind für den Tyrannen Herodes eine Gefahr war, wollte er es umbringen und sie mussten fliehen. Gott begleitete sie mit seiner unsichtbaren Gegenwart.

 

Auch wir dürfen über Advent und Weihnachten hinaus mit Gottes Gegenwart rechnen.

 

In diesem Sinn wünschen wir getroste Weihnachtstage und einen gesegneten Start ins neue Jahr!

 

 

Res Flückiger

Seite 2

D A N K E

 

Die Gemeindewahlen sind vorbei und es ist wieder etwas Ruhe eingekehrt im Dorf. Ich bedaure sehr, dass die EVP in die unerfreulichen Machenschaften einbezogen wurde im Zusammenhang mit der Kandidatur für das Gemeindepräsidium; dies obschon unsere Partei sich nur für eine Unterstützung aussprach, wenn diese fair, ehrlich und ohne Schlammschlacht durchgezogen wird. Vermutlich waren wir zu blauäugig und uns zu wenig bewusst, wieviel so in einem Dorf getratscht wird.

 

 

Umso mehr freue ich mich über das erfreuliche Wahlresultat, das dank Ihrer breiten Unterstützung möglich wurde. Ich werde mich weiterhin einsetzen, meine Aufgaben nach bestmöglichem Können zu bewältigen. 

 

Ich hoffe, dass auch in der neuen Zusammensetzung an den Ratssitzungen wiederum sachgerechte Verhandlungen in vorwiegend friedlicher Stimmung möglich sein werden.

 

Für alle Unterstützung in den kommenden Monaten danke ich ganz herzlich.

 

 

Annelies Lehmann

Seite 3

„Gemeinsam vorwärts“ – im Rückblick

 

Vorerst danke ich Annelies Lehmann für ihre Bereitschaft, nochmals anzutreten und sich der Wahl unter den schon erwähnten, besonderen Umständen zu stellen. Auch das neue Jahr mit erfahrungsgemäss rund hundert Sitzungen und dem dazu gehörenden Aktenstudium bedeutet ein gerütteltes Mass an Arbeit. Herzlichen Dank für den Einsatz.

 

In diesen Dank einschliessen will ich unsere Kandidierenden, die durchwegs gute Resultate erzielt haben,  die Wahlkommission und den Vorstand. Wir haben die ganzen Wahl-Vorbereitungen wirklich als erfreuliches Miteinander, eben als ein „Gemeinsam vorwärts“ erlebt.

 

In aller Stille leisten unsere Kommissionsmitglieder jahraus, jahrein ihre Arbeit. Auch ihnen einmal ein herzliches Dankeschön für ihren Dienst zugunsten des ganzen Gemeinwesens.

 

Die Parteizusammensetzung im Gemeinderat bleibt gleich. Den neuen Mitgliedern wünsche ich viel Schwung, Freude, Gottes Segen und eine klare Sicht in den zukünftigen Herausforderungen.

 

Unser Wähleranteil ist von 18 auf 17 % zurückgegangen. Auch in den andern Parteien gab es kleinere Verschiebungen. Diese Verschiebungen, im Zusammenhang mit der massiven Reduktion der Mitglieder in der Schulkommission, führt dazu, dass wir ab 1. Januar anstatt 6 wie bisher, noch 5 Kommissionssitze besetzen können. Hans-Rudolf Keller, der uns während 8 Jahren in der Verkehrs- und Gewässerkommission vertreten hat, kann wegen Amtszeitbeschränkung nicht wiedergewählt werden. Herzlichen Dank für das lange Engagement. Ab nächstem Jahr werden wir in dieser Kommission nicht mehr vertreten sein.

 

Der 29. November 2009 war nicht nur Wahltag in Konolfingen, sondern auch Eidgenössischer und Kantonaler Abstimmungstag. Mit der Annahme der Minarett-Initiative geschah eine wichtige Weichenstellung. Politisch werden uns die Nachwehen dieses Entscheids noch längere Zeit beschäftigen.  Keine drängende Frage des politischen Islams wird mit dem Ja zum Minarettverbot gelöst, aber der Wind bläst nun auch den Christen etwas stärker ins Gesicht. Am 9. Dezember wurde am Radio breit darüber, Informiert, dass die häufigsten Dispensationsgesuche für Schulanlässe, wie Projektwochen, Klassenlager und

 

Weihnachtsfeiern, nicht etwa von muslimischer Seite gestellt würden, sondern aus freikirchlichen Kreisen kämen. Wer genau hinhörte, verstand die Botschaft hinter dieser Mitteilung sehr gut. Und im „Bund“ vom 10. Dezember fordert eine Leserbriefschreiberin nichts Geringeres, als die Abschaffung des Landeskirchentums, der öffentliche Raum müsse religionsfrei werden (z.Bsp. keine Plakate mit Bibeltexten) und „die Anrufung eines Gottes in der Bundesverfassung und in der Landeshymne muss verschwinden“. Nun, das soll uns nicht erstaunen, Jesus hat kein Wohlfühlchristentum begründet, sondern zur Nachfolge eingeladen. Am meisten beeindruckt und zum Nachdenken motiviert, haben mich die Worte von Hansjörg Leutwyler, Zentralsekretär der Schweizerischen Evangelischen Allianz:

 

„Es gibt plausible Argumente, die Initiative zu befürworten und es gibt gute Gründe, diese abzulehnen. Es gibt jedoch keine guten Gründe, uns darob gegenseitig zu verunglimpfen oder den Glauben abzusprechen.“                          

 

Fritz Niederhauser

Seite 4

Termine  / Informationen

 

Ortspartei                           

 

18.2.10          Vorstandssitzung

 

12.3.10          Hauptversammlung

 

Kantonalpartei                   

 

28.1.10          Kantonalvorstandssitzung in Bern

 

EVP Schweiz                     

 

23.1.10          Fokustag in Bern 

 

Sozialstaat  Schweiz wohin?

 

20.3.10          Delegiertenversammlung in Moutier