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EVP Brief 02-2026 / September 2026
Das Evangelium gibt uns Impulse
Das Evangelium nimmt Wert und Würde des Menschen ernst. Es wendet sich gegen jede Bevormundung des Gewissens und schärft es für die soziale Verantwortung. Dies verpflichtet uns zu einem verantwortungsvollen politischen Handeln.
Die EVP bejaht die freiheitliche, demokratische und soziale Ordnung, in die wir hineingestellt sind, sehen sie aber bedroht
- durch die Konzentration wirtschaftlicher und politischer Macht;
- durch die Komplexität unserer technischen Zivilisation, die uns Entscheide abverlangt, deren Tragweite schwer abzusehen ist;
- durch die militärischen Zerstörungspotentiale, die sich ständig vergrössern;
- durch die wachsende Verflechtung von Politik, Wirtschaft und Verwaltung, die es schwer macht, Entscheidungsprozesse zu durchschauen;
- durch Verlust der Einsicht, dass Freiheit ohne Verantwortung Rechte ohne Pflichten, Politik ohne Wertmassstäbe zwangsläufig Unfreiheit, Unrecht und Unfrieden hervorbringen;
- vor allem aber durch den Wahn des Menschen, alle Probleme aus eigener Kraft lösen zu können.
Der Glaube befreit uns zum Handeln. Er lässt uns nicht resignieren. Unsere Aufgabe ist es mitzuhelfen, diese Welt menschenwürdig zu gestalten. Unser Parteiname ist kein Gütezeichen, sondern eine ständige Anforderung an uns selbst. Im Wissen, dass jede politische Anstrengung einen vorläufigen Charakter hat und jeder Mensch sich irren kann, versuchen wir:
- Politik als einen Dienst und nicht als einen Kampf um Macht und Prestige aufzufassen;
- der Erstarrung in politischen Blöcken entgegenzuwirken;
- in der politischen Auseinandersetzung zur Versöhnung beizutragen.
Auszug aus dem Grundlagenprogramm der EVP Schweiz.
Rücktritte:
Corinne Kurt ist per Mitte Jahr aus gesundheitlichen Gründen aus dem Vorstand der EVP zurückgetreten. Wir danken Ihr für den Einsatz und die wertvolle Arbeit im Vorstand und für unser Dorf.
Markus Brunner hat als Präsident der EVP Konolfingen seine Demission auf den Frühling 2027 eingereicht. Der Vorstand ist nun auf der Suche nach einem/er geeigneten Nachfolger/in. Falls du Interesse hast, melde dich per Mail oder Telefon bei der aufgeführten Kontaktadresse.
Eintritte:
Reto Wäfler ist neuer GPK-Präsident: Seit diesem Jahr setzt sich nach dem Ausscheiden des langjährigen GPK-Präsidenten Ueli Galli die GPK neu zusammen. An unserer ersten Sitzung konnten wir uns gegenseitig Kennenlernen und im persönlichen Gespräch über die Geschäfte beraten. Mit der Verwaltung zusammen haben wir inzwischen eine Lösung für einen einfacheren Austausch der Dokumente gefunden. Dies erleichtert uns die Handhabung der teilweise umfangreichen Dokumentationen zu den einzelnen Geschäften. Als GPK ist es unser gemeinsames Anliegen, die Bevölkerung zu repräsentieren und in diesem Sinne Abstimmungsempfehlungen an die Bevölkerung zu geben.
Ich persönlich freue mich, jeweils auch dann viele Bürgerinnen und Bürger an der Gemeindeversammlung zu sehen, wenn kein umstrittenes Geschäft vorliegt. Mit der Teilnahme bekunden wir Interesse am Geschehen im Dorf und zeigen der Verwaltung, sowie dem Gemeinderat unsere Wertschätzung für ihre Arbeit.
Silas Geissbühler ist neu im Vorstand: Ich bin 29 Jahre alt und seit viereinhalb Jahren in Konolfingen in einer WG zu Hause. In meinem Beruf als Gemeindeschreiber der Gemeinde Mirchel bin ich am Puls eines kleinen Dorfes und kümmere mich um verschiedene Dienstleistungen, die in allen möglichenLebensbereichen selbstverständlich geworden sind. Dies reicht von der Schulbildung über Wasser- und Abwasserleitungen bis hin zu Strassensanierungen. Durch meinen Beruf sind mir auch die aktuellen Themen und Herausforderungen eines Dorfes nicht fremd. In meiner Freizeit bin ich in der Feuerwehr aktiv, stehe gerne in der Küche und geniesse als Privatpilot die Schönheit der Schöpfung von oben. Ich bin Mitglied der Gemeinde für Christus (GfC) in Oberhünigen und überzeugt, dass gelebte christliche Werte in der Politik und auch im übrigen Dorfleben einen Unterschied machen und einen Einfluss auf das Leben aller haben. Mir liegt das Dorf und seine Bevölkerung am Herzen und ich freue mich, mich im Vorstand der lokalen EVP für sie zu engagieren.
Abstimmungsparolen 27.September 2026: (EVP Schweiz)
- NEIN → Neutralitätsinitiative
Die Neutralität der Schweiz ist ein historisches und bis heute ein wertvolles Gut. Sie schützt das Land davor in internationale Konflikte hineingezogen zu werden und ermöglicht es der Schweiz, mit ihren Guten Diensten zu einer friedlicheren Welt beizutragen. Statt diese bewährte Neutralität weiterzuführen, will die Neutralitätsinitiative stattdessen eine, welche der Schweizer Aussenpolitik Scheuklappen aufzwängt: Eine Aussenpolitik, die bei Unrecht wegschaut und sich an Konflikten bereichert, statt völkerrechtliche Verstösse zu sanktionieren. Das ist nicht Neutralität, sondern unmoralische Ignoranz.
- NEIN → Ernährungsinitiative
Die Ernährungsinitiative greift wichtige und richtige Anliegen auf, für welche sich die EVP seit jeher tatkräftig im Parlament einsetzt. Die konkrete Forderung ist aber zu weit gegriffen: Ein Selbstversorgungsgrad von 70 Prozent würde eine massive Umstellung der Schweizer Landwirtschaft bedeuten, ohne substanziellen Nutzen.