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EVP Brief 03-2020 / November 2020

EVP Brief 03-2020 / November 2020

Gedanken zum Advent

«Der Herr macht zunichte den Ratschluss der Nationen, er vereitelt die Gedanken der Völker. Der Ratschluss des Herrn hat ewig Bestand, die Gedanken seines Herzens von Geschlecht zu Geschlecht.»

Der oben zitierte Satz steht in Psalm 33, Verse 10 und 11.
Seit einigen Wochen lese ich wieder einmal die Psalmen. Immer neu muss, oder besser darf ich staunen: es kommt mir vor, wie wenn ich beim Graben in der Erde fortlaufend auf Perlen stossen würde. Schade, denke ich jetzt, dass ich, wenn ich früher schon darauf gestossen bin, sie nicht tiefer in Herz und Kopf verankert habe, als Schatz, der mir im-mer zu Verfügung gestanden hätte.
Nun versuche ich den Ratschlag eines lieben verstorbenen Freundes zu beherzigen, der oft geraten hat, ein Wort aus der Bibel zu kauen, zu «chüschtigen». Und wirklich geschieht es, dass mir in letzter Zeit ein Satz aus den Psalmen tagsüber einfällt, mir Orientierung, Ermutigung, Ermahnung, kurz Hilfe gibt.

Das bringt mich auf einen anderen Gedanken; das Auswendiglernen von Liedern. Zum Beispiel das Lied «Ein feste Burg ist unser Gott...» Wie oft hat es mir schon geholfen, den Blick weg von Widerständen und Schwierigkeiten auf den zu richten, der für uns streitet; «Es streit` für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erkoren. Fragst du, wer der ist? Er heisst Jesus Christ, der Herr Zebaot, und ist kein andrer Gott; das Feld muss er behalten.»

Und das führt mich zum dritten Gedanken; wir gehen auf die Advents-zeit zu. Advent = Adventus = Ankommen. Gott, der allmächtige Schöp-fer des Weltalls ist uns sehr nahe geworden, durch Jesus Christus. Auf Jesus Christus warten wir und etwas ganz Neues wird entstehen. Eben darum ist mir vorhin ein Lied eingefallen, das mich seit Monaten beglei-tet und sich in Kopf und Herz langsam festsetzt: «Wir warten dein, o Gottes Sohn, und lieben dein Erscheinen. Wir wissen dich auf deinem Thron und nennen uns die Deinen. Wer an dich glaubt, erhebt sein Haupt und siehet dir entgegen; du kommst uns ja zum Segen.» Wie wäre es, dieses Lied auf die Adventszeit auswendig zu lernen?

Fritz Niederhauser

 

Mein Blick zurück

Im Mai 2011 habe ich Annelies Lehmann als Vertreter der EVP im Ge-meinderat abgelöst. Ich habe damals das Ressort Einwohnerdienste / Sicherheit übernommen, das ich bis heute beibehalten habe. Ende Jahr erfolgt nun meine Demission – Zeit also für einen kurzen Blick zurück:

Das herausforderndste Geschäft meiner Amtszeit war der Neubau des Feuerwehrmagazins, den ich von der Grundstücksuche bis zur Inbetrieb-nahme stets eng mitbegleitet habe. Dieses Projekt brachte neben vielen Glücksmomenten auch einige schlaflose Nächte mit sich. Es freut mich sehr, dass die Gemeinde Konolfingen jetzt über ein top modernes Ge-bäude verfügt, das die heutigen und kommenden Anforderungen im Be-reich Schutz und Rettung vollumfänglich erfüllt.
Ein weiteres prägendes Geschäft war die Fusion von mehreren Nachbar-feuerwehren mit der Feuerwehr Konolfingen. Auch wenn zu Beginn des Zusammenschlusses verschiedene «Kulturen» aufeinanderprallten, war das aus meiner Sicht die richtige Entscheidung, die sich mittlerweile sehr bewährt hat.

Als Gemeinderat haben mich natürlich auch die Geschäfte der anderen Ressorts intensiv beschäftigt: Schulraumplanung, Einführung Tempo 30, Konzept Bewegungsraum und Sportanlagen (GESAK), Ortsplanungsrevi-sion, Tagesschule und Betreuungsgutscheine, … der Platz reicht hier nicht, um sie alle zu erwähnen.
Meine Aufgaben im GR Konolfingen habe ich in den vergangenen Jahren stets mit grossem Interesse und viel Freude wahrgenommen. Aber ich muss auch eingestehen, dass ich in den vergangenen Monaten eine ge-wisse Amtsmüdigkeit verspürte habe. Vielleicht hängt dies mit der aktuell ziemlich zermürbenden Corona-Situation zusammen …

Euch allen möchte ich ganz herzlich danken für die tolle Unterstützung, das Vertrauen und die Wertschätzung, die ihr mir in meinem Amt stets entgegengebracht habt. Meiner Nachfolgerin, Therese Schürch, wünsche ich einen guten Start und dass sie sich von der EVP-Familie ebenso getra-gen fühlt, wie ich das immer empfunden habe.

Hansjörg Kurt
 

Therese Schürch stellt sich vor

Ich bin verheiratet mit Erich und wir haben zwei erwachsene Kinder.
Mein Arbeitgeber ist die Spitex Region Konolfingen, bei welcher ich zu 50 Prozent angestellt bin.
Ehrenamtlich leite ich noch verschiedene Gruppen wie Spielnachmit-tage, Hauskreise, oder das Spitexgebet. Bis Ende 2019 war ich auch im Vorstand der Bewegung Plus Konolfingen.
Meine Hobbys sind: Gesellschaftsspiele, lesen, wandern, Kontakt mit Menschen in allen Formen und natürlich die Spiele der SCL Tigers.

Die Gründe, die mich bewogen haben, zum Gemeinderatsamt ja zu sagen, stehen eigentlich vollumfänglich mit Gott im Zusammenhang. Viele in meinem Freundeskreis rieten mir, das Amt nicht anzuneh-men. Aber wenn ich betete, kamen mir Menschen wie Gideon oder Josua in den Sinn.
Nach einigem Ringen sagte ich einfach zu Gott: «Ich sag jetzt zu und wenn du etwas dagegen hast, dann kannst du es mir zeigen.» So zog ich ein Kärtchen aus meiner Bibelverse-Box und darauf stand: «Fürchte dich nicht», und da war mein letzter Widerstand gebrochen.
Nun freue ich mich, im Namen der EVP in den Gemeinderat zu gehen und ich möchte mich an dieser Stelle bei euch allen für das mir entge-gengebrachte Vertrauen bedanken.

Wann immer euch Gott an mich erinnert, dann bin ich bestimmt auf eure Gebete angewiesen; das Gebet bedeutet mir sehr viel und somit ist das für mich das Kostbarste, was ihr für mich tun könnt.

Therese Schürch
 

Risotto

Wie Ihr sicher festgestellt habt, fand dieses Jahr das traditionelle Risotto Essen der EVP nicht statt. Wegen Corona haben wir im VS ent-schieden dieses Jahr den Anlass zu streichen. Wir hoffen jedoch, dass wir uns im Herbst 2021 wieder zu diesem gemütlichen Anlass treffen können.