EVP Brief 03-2021 / September 2021

Salz und Licht

Welche Erwartungen hat Jesus Christus an seine Nachfolger? In der Bergpredigt (Matth. 5,13-16) hat er seine Erwartungen an uns auf den Punkt gebracht: Wir sind das Salz und das Licht der Erde. Was meint Jesus mit dieser Aussage? Gemäss John Stott (1921-2011), einem der wichtigsten Theologen der Evangelikalen Bewegung des 20. Jahrhunderts, lassen sich folgende vier Grundsätze daraus ableiten (aus: John Sott, Christsein in den Brennpunkten unserer Zeit …, Band 1, S. 98-101, 1987):

  1. Christen sind grundsätzlich anders als Nichtchristen (oder sie sollten es zumindest sein). Zwischen beiden Gruppen besteht ein Unterschied wie Tag und Nacht. Dieser Unterschied ist ein immer wiederkehrendes Hauptmotiv der Bibel. «Seid heilig», ermahnt Gott sein Volk immer wieder, «denn ich bin heilig».
  2. Christen sollen die nichtchristliche Gesellschaft durchdringen. Sie sollen sich nicht von der Gesellschaft in ein christliches Ghetto zurückziehen, sondern an allen ihren Lebensbereichen teilnehmen. Wir sollen unser Licht leuchten lassen, so dass man unsere guten Taten sehen kann.
  3. Christen können die nichtchristliche Gesellschaft beeinflussen. Salz kann den Verfallprozess von Lebensmitteln verlangsamen und Licht verjagt die Dunkelheit. Als Christen haben wir die Gewohnheit, die Gesellschaft um uns in einem ziemlich selbstgerechten und herablassenden Ton zu beklagen. Aber wen kann man dafür verantwortlich machen? Wenn Finsternis und Verkommenheit fortschreiten, dann müssen auch wir Verantwortung übernehmen und uns dagegen stellen.
  4. Christen müssen ihre christliche Andersartigkeit bewahren. Einerseits müssen wir die nichtchristliche Gesellschaft durchdringen und uns in das Leben der Welt verwickeln lassen. Andererseits müssen wir vermeiden, dass wir uns der Welt anpassen. Wir müssen unsere christlichen Überzeugungen, unsere Massstäbe, Werte und unseren christlichen Lebensstil beibehalten.

Hansjörg Kurt

 

Gemeinderatswahlen 26. September 2021

Seit anfangs Jahr ist Therese Schürch die Vertreterin der EVP im Gemeinderat von Konolfingen. Sie war Kandidatin bei den letzten Wahlen im Jahr 2017 und hat nach dem Rücktritt von Hansjörg Kurt sein Ressort «Öffentliche Sicherheit» übernommen.
Der Vorstand dankt Hansjörg für seine fast zehn Jahre, die er für die EVP im Gemeinderat mitgewirkt hat. Die Herausforderungen an unsere Behördenvertreter sind in dieser Zeit nicht kleiner geworden, sondern noch gestiegen. Ist doch im Jahr 2018 der Rat von neun auf sieben Mitglieder verkleinert worden. Damit sind auch die Aufgaben für die einzelnen Mitglieder gewachsen.
Am 26. September muss nun Therese als Gemeinderätin für die nächsten vier Jahre bestätigt werden. Wir hoffen natürlich, dass wir als Partei genügend Parteistimmen erhalten und Therese auch die nächsten vier Jahre unsere Werte im Gemeinderat einbringen kann. Gemeinderatswahlen sind Ja Proporzwahlen. Die Parteien können die Anzahl ihrer Vertreter auf Grund der «Parteistimmen» in den Gemeinderat delegieren.
Seit die EVP im Gemeinderat vertreten ist (ca. 50 Jahre), konnten wir den Sitz immer halten. Dies ist das Resultat unserer treuen Wählerschaft, die uns bei den wichtigen Gemeinderatswahlen mit ihrer Stimme gezeigt haben, dass unsere christlichen Werte auch in der politischen Auseinandersetzung in unserm Dorf ein Thema sind und auch in Zukunft sein sollen. So hoffen wir natürlich auch bei diesen Wahlen, dass Sie uns mit der Teilnahme an der Wahl mit der Liste 3 unterstützen. Damit ein eventuelles Restmandat nach Möglichkeit an eine der kleinen Parteien in der Mitte geht, sind wir mit GLP und Fokus (BDP) eine Listenverbindung eingegangen.

Walter von Aesch

 

Abstimmungsparolen: (Parolen EVP Schweiz)

JA zur 99%-Initiative: Kapitalgewinne sollen gegenüber menschlicher Arbeit nicht weiter steuerlich privilegiert werden.

Nein zur Ehe für alle inklusive Samenspende: Die Ausweitung der Fortpflanzungsmedizin führt zu gesetzlich vorgesehener Vaterlosigkeit.

 

Abstimmungsparolen: (Parolen EVP Kanton Bern)

Kantonale Vorlage: Ja zum Klimaschutzartikel, Stimmfreigabe zur 99%-Initiative, Nein zur Ehe für alle inklusive Samenspende

 

EVP-Brief der Ortspartei Konolfingen: Zustellung auch per Mail

Wir möchten nochmals darauf hinweisen, dass wir Ihnen den EVP Brief auch digital als PDF-Dokument per Mail zustellen können. Wer diese Möglichkeit nutzen möchte kann dies uns mit einer Rückmeldung per Mail auf info@evp-konolfingen.ch mitteilen. Der Versand wird dann auf das Absendermail erfolgen.
Empfänger, die kein Interesse an unseren Informationen haben, können uns dies auf oben genannte Mailadresse oder telefonisch melden (031 791 21 88). Es ist uns ein Anliegen, keine unerwünschte Post zu verteilen.